36. Brüder-Grimm-Lauf, ein Laufbericht

Endlich wieder BGL! Nach einer Durststrecke von 2 Jahren, fand an Wochenende von Freitag dem 10. bis Sonntag den 12. Juni der diesjährige Brüder-Grimm-Lauf von Hanau bis Steinau an der Straße statt.

Am Start ist es wie immer, schön die alten Bekannten wieder zu sehen, die Wiederholungstäter und Lauffanatiker. Aber auch neue Leute sind am Start, u.a. alleine zwei Läufer in unserem Team, was zeigt, dass der BGL auch junge Läuferinnen und Läufer anzieht und nicht nur von den alten Recken zehrt. Die rund 200 Teilnehmer weniger als in den Vorjahren lassen sich vermutlich Corona bedingt erklären – so dass die Hoffnung bleibt in den kommenden Jahren zahlenmäßig wieder an alte Zeiten anzuschließen.

Ja, und auch wettertechnisch ist es wie in all den Vorjahren, wochenlang mal warm, mal kalt, mit reichlich Regen. Pünktlich zum Laufwochenende ist die Sonne da, verspricht strahlenden Sonnenschein und Temperaturen zwischen Anfang 20 bis hin zu 27-28 Grad in der Spitze am Sonntag Nachmittag.

Nach dem Corona-bedingten Ausfall in 2020, hatte ich die Chance ergriffen in diesem Jahr endlich wieder einmal auf die Strecke zu gehen. Umgeben von fünf anderen Laufkameraden des Lauftreff Gelnhausen starteten wir am Freitag Nachmittag vom Hanauer Marktplatz über die alt-bekannte Strecke nach Erlensee, von dort über den Limesweg und die Auen in den Rodenbacher Wald um schließlich im Waldstadion an der Bulau einzulaufen. Etappe Eins war geschafft.

Das Team vom Lauftreff Gelnhausen vor dem Start zur 1. Etappe am Hanauer Marktplatz

Am nächsten Morgen startete die zweite Etappe aus Nieder-Rodenbach heraus, hoch nach Ober-Rodenbach und später über den Käfernberg hoch in den Wald. Hier die Überraschung, eine neue, rund zwei Kilometer kürzere Strecke, welche fast ausschließlich durch den Wald bergab gen Neuenhasslau-Hasselroth führt. Die Strecke läuft sich viel angenehmer als die alte Trasse in Richtung Gondsroth. Ein Nachgeschmack bleibt ... „fehlen da nicht zwei Kilometer?“

Am Nachmittag wird es dann warm, die Sonne stand über uns, als wir um 16.00h zur dritten Etappe von der Hasselbach-Schule in Neuenhasslau aus starten. Zunächst ging es entlang der Bahnlinie in Richtung Niedermittlau, bevor wir dann über Meerholz und den langen Anstieg zum ehemaligen EU-Mittelpunkt hoch in den Wald gelangen. Hier war es endlich wieder etwas schattig. Auf der anderen Seite des Waldstückes führte der Lauf weiter entlang des Bergkammes an der Alten Deponie entlang nach Altenhasslau. Hier sind die ersten Helfer des Lauftreff Gelnhausen als Streckenposten bzw. dann am Getränkestand tätig. Überall gibt es ein anforderndes „Hallo, Grüß doch, toll, nur weiter so“ – was mich auf den letzten Kilometern der Etappe nochmals richtig anspornt. Nach 16 Kilometern ist dann das Stadion Gelnhausen als Etappenziel erreicht, hier kümmern sich die Helferinnen und Helfer des Lauftreff um alle ankommenden Sportlerinnen und Sportler, versorgen mit Wasser, Tee und Isogetränken, Bananen als auch Apfelstücken. Zeit zum Auffüllen der Energiespeicher und Ende des zweiten Lauftages.

Der Sonntag beginnt mit der 17 Kilometerlangen Etappe vom Gelnhäuser Untermarkt, über das Zollloch und den langen, bergigen Anstieg hoch zu den Vier Fichten die vierte Etappe. Oben auf Vier Fichten kocht wie immer die Stimmung, trotz des mühsamen Anstieges freut sich jeder den höchsten Punkt erreicht zu haben; die Musik motiviert und trägt einen fast den Berg hoch; oben gibt es dann Getränke und anfordernde Schreie – Kraft für den langen Weg hinab nach Wächtersbach und ins Ziel. Vor Wächtersbach kommt ein letzter Anstieg – aber dann ist der Zieleinlauf auch schon da – nächste Etappe geschafft.

Die Gelnhäuser Läufer, auf dem Weg zu den Vier Fichten

Am Sonntag Nachmittag stand abschließend dann die fünfte und letzte Etappe von Bad Orb bis Steinau an. Wie immer, ist es am Sonntag Nachmittag am heißesten, von den Temperaturen fehlen nur noch 2 oder 3 Grad an die 30. Nachdem der Aufenauer Berg bezwungen war, ging es mehrere Kilometer im Wald bergab, herrlich. Es folgt eine Schleife, eine Abschnitt entlang der Autobahn und dann zieht sich die Etappe langsam durch Salmünster, entlang des Flüsschens Salz nach Bad Soden; an den Kur-Kliniken entlang durch das Kinzigtal rüber nach Ahl, von dort zur Kinzig-Stausee Staumauer, um den See herum um dann endlich Steinau zu erreichen. Die Sonne machte mir auf diesem langen Teilstück sehr zu schaffen, ich muß einige Kilometer zu Fuss gehen, bevor ich dann nach knapp zwei Stunden endlich in Steinau im Ziel am Kumpen ankomme. Dort ist die Freude umso größer. Wir alle sechs Gelnhäuser Läufer haben ohne Probleme das Ziel erreicht, sind müde und glücklich und nehmen unsere Finisher-T-Shirts in empfang.

Lauftreffleiter Gutzeit gratulierte am darauffolgenden Mittwoch, im Rahmen des regulären Laufbetriebs nochmals allen Finishern, überreichte den Teilnehmern Urkunden, bedankte sich erneut im Namen des Veranstalter bei allen Helferinnen und Helfern und lud im Anschluss an den regulären Laufbetrieb zu einen kleinen Umtrunk ein. Den auch das gehört zum Laufsport ;-)

Bis zum nächsten Lauf, Euer Alex